Französische Bulldoggen sind zwar bekanntermaßen hitzeempfindlich, aber sie sind gleichermaßen anfällig für Kälte. Ihr kurzes, einlagiges Fell bietet nur sehr wenig Isolierung, und ihr geringer Körperfettanteil führt dazu, dass sie schnell Wärme verlieren. Ein britischer Winter mit seiner feuchten, grauen Kälte kann für einen Frenchie ohne die richtige Vorbereitung wirklich unangenehm sein.
Hier erfahren Sie alles, was Sie wissen müssen, um Ihre französische Bulldogge in den kälteren Monaten warm, bequem und gesund zu halten.
Brauchen französische Bulldoggen wirklich einen Mantel?
Ja, die meisten von ihnen tun das. Im Gegensatz zu Hunden mit doppeltem Fell wie Huskys oder Border Collies haben französische Bulldoggen ein dünnes, einlagiges Fell, das nur minimalen Schutz vor kaltem und nassem Wetter bietet. Wenn die Temperatur unter etwa 7 bis 10 Grad Celsius fällt, profitiert Ihr Frenchie wahrscheinlich von einem Mantel bei Spaziergängen.
Anzeichen dafür, dass Ihrem Frenchie zu kalt ist, sind Zittern, das Krümmen des Rückens, Widerwillen beim Gehen, das Anheben der Pfoten vom Boden oder der Wunsch, wieder hineinzugehen. Wenn Sie eines davon sehen, ist es Zeit, sie auszurüsten.
Den richtigen Mantel für Ihren Frenchie auswählen
Nicht alle Hundemäntel sind gleich, und Frenchies haben eine Körperform, die es schwierig macht, eine gute Passform zu finden. Ihre breite Brust, der kurze Hals und der kompakte Körperbau führen dazu, dass viele Standardmäntel nicht gut passen. Worauf Sie achten sollten:
- Brustbedeckung: Der Mantel sollte Brust und Bauch bedecken, nicht nur den Rücken. Frenchies verlieren viel Wärme über die Unterseite.
- Einfach anzuziehen: Frenchies können sich winden und widerspenstig sein. Suchen Sie nach Mänteln mit einfachen Verschlüssen, idealerweise mit einer weiten Halsöffnung oder einem Einstiegsdesign.
- Wasserdichte Außenschicht: In Großbritannien ist Regen ebenso ein Problem wie Kälte. Ein wasserabweisender oder wasserdichter Mantel hält Ihren Frenchie sowohl trocken als auch warm.
- Fleecefutter: Ein Fleecefutter sorgt für Wärme ohne aufzutragen, was wichtig ist für eine Rasse, die selbst im Winter überhitzen kann, wenn sie aktiv ist.
- Korrekte Größe: Messen Sie immer den Brustumfang, den Hals und die Rückenlänge Ihres Frenchies, bevor Sie kaufen. Frenchie-spezifische Marken bieten in der Regel bessere Passformen als generische Hundemäntel.
Pfotenpflege im Winter
Winterliche Gehwege können den Pfoten Ihres Frenchies zu schaffen machen. Die Hauptprobleme sind:
- Kälte und Eis: Längerer Kontakt mit gefrorenem Boden kann bei extremen Bedingungen Beschwerden und sogar Erfrierungen an den Pfotenballen verursachen.
- Salz und Streusplit: Kommunen streuen Straßen und Gehwege, um Eisbildung zu verhindern, aber dieses Salz kann die Pfotenballen reizen und austrocknen und ist in großen Mengen giftig, wenn es geleckt wird.
- Rissige Ballen: Kalte, trockene Luft kann dazu führen, dass die Pfotenballen rissig und wund werden.
Um die Pfoten Ihres Frenchies zu schützen:
- Wischen Sie die Pfoten nach jedem Spaziergang mit einem feuchten Tuch ab, um Salz und Streusplit zu entfernen.
- Tragen Sie vor Spaziergängen einen Pfotenbalsam oder Wachs auf, um eine Schutzbarriere zu schaffen.
- Überprüfen Sie die Pfoten regelmäßig auf Risse, Rötungen oder Wundsein.
- Erwägen Sie Hundeschuhe für sehr kalte oder eisige Bedingungen, obwohl es Geduld und eine schrittweise Einführung erfordert, einen Frenchie dazu zu bringen, Schuhe zu akzeptieren.
Den Frenchie drinnen warm halten
Auch drinnen können Frenchies die Kälte spüren, besonders nachts oder in zugigen Räumen. Ein paar einfache Maßnahmen machen einen großen Unterschied:
- Stellen Sie ein gut isoliertes Hundebett abseits von Zugluft und kalten Böden bereit. Erhöhte Betten mit Seitenwänden oder ein geschlossenes Bett können helfen, die Wärme zu speichern.
- Legen Sie eine Decke hinzu, in die sich Ihr Frenchie eingraben kann. Viele Frenchies lieben es, sich unter Decken zu kuscheln.
- Halten Sie die Raumtemperatur konstant, besonders über Nacht. Ein plötzlicher Temperaturabfall kann den Schlaf Ihres Hundes stören und ihn unwohl fühlen lassen.
- Wenn Ihr Frenchie in einem kälteren Raum schläft, sollten Sie eine selbsterwärmende Haustiermatte in Betracht ziehen, die die eigene Körperwärme des Hundes ohne Strom zurückgibt.
Anpassung der Bewegung im Winter
Frenchies brauchen auch im Winter regelmäßige Bewegung, aber einige Anpassungen sind sinnvoll:
- Halten Sie Spaziergänge bei sehr kaltem oder nassem Wetter kürzer und gleichen Sie dies mit Indoor-Spielen und geistiger Stimulation aus.
- Vermeiden Sie es, wenn möglich, auf stark gestreuten oder eisigen Oberflächen zu gehen.
- Gehen Sie während des wärmsten Teils des Tages spazieren, im Winter meist am späten Vormittag oder frühen Nachmittag.
- Ziehen Sie den Mantel immer an, bevor Sie nach draußen gehen, nicht erst, wenn Ihr Frenchie schon kalt ist.
Achten Sie auf Wintergesundheitsprobleme
Kaltes Wetter kann bestimmte Gesundheitszustände bei französischen Bulldoggen verschlimmern:
- Gelenksteifigkeit: Kaltes Wetter kann Gelenkerkrankungen wie Hüftdysplasie unangenehmer machen. Wenn Ihr Frenchie im Winter steifer oder langsamer wirkt, sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt.
- Trockene Haut: Zentralheizung trocknet die Luft in Innenräumen aus, was zu trockener, schuppiger Haut führen kann. Ein Luftbefeuchter und eine Omega-reiche Ernährung können helfen.
- Atemwegsprobleme: Sehr kalte Luft kann die Atemwege brachyzephaler Hunde reizen. Wenn die Atmung Ihres Frenchies bei kaltem Wetter erschwert erscheint, halten Sie Spaziergänge kurz und konsultieren Sie Ihren Tierarzt.
Ein gut vorbereiteter Frenchie ist ein glücklicher Frenchie
Mit dem richtigen Mantel, der richtigen Pfotenpflegeroutine und einem warmen, gemütlichen Plätzchen zum Heimkommen kann Ihre französische Bulldogge den Winter genauso genießen wie jede andere Jahreszeit. Ein wenig Vorbereitung zahlt sich aus, und Ihr Frenchie wird es Ihnen auf seine eigene charakteristische, schnüffelnde Art danken.
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